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2011 -

 

Die Klassische Moderne (Teil 1)

Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe (AWWK)

      Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Bismarckstraße 10, Bau III, 3. OG, Seminarraum 312
      Jeweils Donnertag 18.00-19.30 Uhr, am 01., 08. und 15. März 2012

Was wir vor einem halben Jahrhundert als Kunst der Moderne begrüßten, ist mittlerweile historisch geworden. Aber die Gegenwart reflektiert jene Epoche wieder in aktuellen Zusammenhängen. Was noch vor wenigen Jahren als angestaubt abgetan wurde, findet in Ausstellungen und Messen immer mehr Zuspruch. Deshalb bereiten wir die Klassische Moderne für eine erneute Aneignung auf.

Unter Klassischer Moderne verstehen wir heute eine ausgedehnte Epoche, die sich nahezu über ein Jahrhundert erstreckt. Die erste Phase markiert mit den Impressionisten, den Fauves, den Symbolisten sowie den frühen Expressionisten in ihrer Opposition zum Akademismus den Aufbruch in eine neue Zeit. Mit den Kubisten und den ersten Abstrakten kündigt sich als zweite Phase Revolutionäres an. Das Trauma des Ersten Weltkriegs stürzt die gesamte Kultur in eine tiefe Krise, aus der die Künstler verändert hervorgehen. Die dritte Phase reicht mit den Realisten, den Dadaisten und Surrealisten bis zum Ende der Dreißigerjahre. Sie stellen nicht nur gesellschaftliche Normen in Frage, sondern erheben auch den Anspruch auf eine Kunst, die aktiv in gesellschaftliche Prozesse produktiv und auch destruktiv eingreift.

In einer ersten Vortragsreihe im WS 2011/2012 beschäftigen wir uns mit der ersten Phase der Klassischen Moderne. Die zweite und dritte Phase soll Gegenstand nachfolgender Veranstaltungen sein.

Ziel der Vorträge: Einblicke in die Entstehungsbedingungen und Verläufe der Klassischen Moderne der bildenden Kunst in Westeuropa: Stile, Künstlerpersönlichkeiten, Künstlergruppen, Triumphe und Niederlagen; Auswirkungen auf die Gegenwartskunst.