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2011 -

 

Kunst im öffentlichen Raum und das didaktische Prinzip der Selbstvermittlung

Pädagogische Hochschule Karlsruhe, 27.06.2011, 18.15 Uhr

Kunst im öffentlichen Raum stellt andere Anforderungen in Bezug auf ihre Struktur, ihre materielle Beschaffenheit und ihre Präsentation als museale Kunst. Sie tritt dem Betrachter gegenüber, ohne dass dieser sich positiv für die Begegnung entschieden hätte. So müssen die Werke sich selbst vermitteln, oder die Menschen müssen sich die Skulpturen im urbanen Raum ohne weitere didaktische Hilfen selbst aneignen. Daraus ergeben sich Fragen, der die Kunstpädagogik als wissenschaftliche Theorie der Kunstvermittlung bisher wenig Beachtung geschenkt hat. In welchem Maße gelingt eigentlich die Selbstvermittlung von Kunstwerken im öffentlichen Raum ? Oder genauer: Unter welchen Bedingungen gelingt sie und unter welchen nicht? Und schließlich: Könnte die Selbstvermittlung von Kunstwerken im öffentlichen Raum ein exemplarischer Fall sein, demgemäß die wissenschaftliche Kunstpädagogik ihre Grundlagen neu zu bedenken hätte.