Archiv                                                                                                                                            

2010 - 2006

Mitgliederversammlung des Kunstvereins Wilhelmshöhe Ettlingen e. V.

18.07.2010 Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden

In meinem Tätigkeitsbericht beginne ich mit den Ausstellungen, die natürlich den Mittelpunkt des Interesses bilden. Seit der letzten Mitgliederversammlung am 26.07.2009 haben wir die folgenden Ausstellungen gezeigt.

2009: „Natur forte“ – die Ausstellung des Trägers des Wolfgang Hartmann Preises Marko Schacher. Danach: „Krabben im Nebel“ – die Ausstellung der Klasse Pia Stadtbäumer von der Hochschule für bildende Künste Hamburg

2010: „Leben auf dem Lande“ mit Werken von Thomas Rentmeister und danach die Ausstellung mit Malerei von Volker Blumkowski und einer Raum-Installation von Wolfgang Rempfer

Es folgen nach der Sommerpause die Jubiläumsausstellung „25+25“ und danach eine Ausstellung der Meisterklasse Neo Rauch von der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Bezüglich der Ausstellungen können wir insgesamt eine positive Bilanz ziehen. Die Besucherzahlen sind leicht gestiegen. Wir wollen allerdings unsere Vermittlungsaktivitäten verstärken, um noch mehr Besucher anzulocken. Bei den Ankäufen war ein deutlicher Sprung nach oben zu verzeichnen, und bei den Mitgliederzahlen gibt es ein leichtes Plus von 4 Mitgliedern.

In diesem Jahr feiert der Kunstverein das Jubiläum seines 25-jährigen Bestehens. Aus diesem Grunde bieten wir Ihnen ein umfangreiches Beiprogramm.

2 Filmabende mit Philipp Hartmann haben eine positive Resonanz hervorgerufen und haben ein neues und vor allem junges Publikum angelockt. Die diesjährige Filmreihe schließt mit dem 3. Abend am 29. Oktober. Eine 18-köpfige Gruppe von Mitgliedern war am 17. April zu einer sehr anregenden Exkursion zu „Sculputre at schoenthal“ nach Langenbruck in der Schweiz aufgebrochen. Am 29. April gab es einen Vortrag über „Skulpturenparks und Künstlergärten in der Toskana“. Und vor 1 Woche fand hier in Zusammenarbeit mit dem Jazz-Club Ettlingen zum 3. Mal eine Jazz-Matinee statt.

Das große Sommerfest für Mitglieder und Freunde des Kunstvereins soll nächsten Sonntag hier auf der großen Terrasse steigen. Musizieren wird die Formation „Extra dry“ mit Norbert Huwer.

Die letzten 12 Monate waren neben den üblichen Aktivitäten für Vorbereitung und Durchführung von Ausstellungen und weiteren Veranstaltungen ausgefüllt durch besondere Vorbereitungen zum Jubiläumsjahr. Diese Arbeit hat weitgehend im Verborgenen stattgefunden, so dass ich sie eigens hervorheben möchte. Dabei beschränke ich mich auf drei Hauptpunkte.

Über 12 Monate waren insgesamt 9 Mitglieder von Vorstand und Beirat einschließlich der Geschäftsführerin mit der Erstellung einer Festschrift zum Jubiläumsjahr befasst. Entstanden ist ein Buch im Umfang von 104 Seiten mit einführenden Texten zu Geschichte und Konzeption des Kunstvereins, einer illustrierten Chronik, einer Dokumentation mit Veranstaltungen, Namen und interessanten Daten einschließlich eines Registers, das beim Suchen nach Künstlern hilfreich ist. Beim Sommerfest erhalten Sie als Mitglied die Festschrift kostenlos, danach können sowohl Mitglieder als auch Freunde des Kunstvereins das Katalogbuch für nur 5 Euro erwerben.

Eine Projektgruppe war in demselben Zeitraum mit der Vorbereitung der Jubiläumsausstellung „25+25“ beschäftigt. 25 Künstler aus 25 Jahren werden je eine Arbeit zeigen und mit dem Hinweis auf einen jungen Künstler oder eine Künstlerin auf eine hoffnungsvolle nachrückende Generation verweisen. In einer Folgeausstellung werden diese 25 jungen Künstler sich im Jahre 2011 hier präsentieren. Zu jeder der beiden Ausstellungen wird auch ein Katalog erscheinen, der ebenfalls von der Projektgruppe erarbeitet wird.

Großprojekte wie die Festschrift und die Jubiläumsausstellung lassen sich natürlich mit einem normalen Etat, der sich aus Ihren Mitgliedsbeiträgen und den Zuschüssen von Stadt und Land speist, nicht finanzieren. Deshalb sind wir dankbar, dass wir kulturell engagierte Sponsoren gefunden haben, die uns großzügig unterstützten, so dass wir das schier Unmögliche letztlich doch realisieren konnten. Als herausragende Unterstützer möchte ich die Stadt Ettlingen, die Sparkasse Ettlingen und die Stadtwerke Ettlingen erwähnen.

Auf zwei Highlights im Jubiläumsjahr können Sie sich ab heute besonders freuen: auf das Sommerfest und auf die Ausstellung „25+25“!

Insgesamt können wir feststellen, dass Vorstand und Beirat auf zwei Jahre zurückblicken, in denen sie ihre selbst gesetzten Ziele erreichten. Die Zusammenarbeit im Vorstand war immer vertrauensvoll und – so kann man ohne zu übertreiben sagen – jederzeit auch getragen vom Willen zu einem konstruktiven und effektiven Wirken zum Wohl des Kunstvereins. Auch im größeren Gremium des erweiterten Vorstandes mit immerhin 24 Mitgliedern wurde intensiv nach neuen Wegen gesucht und um ungewöhnliche Lösungen und Konzepte gerungen. Vor allem das Programm des Jubiläumsjahres bestätigt, dass die von den Gremien verfolgten Intentionen richtig waren und dass die Ergebnisse sich sehen lassen können.

Erlauben Sie mir noch eine kurze Erklärung, die Ihnen möglicherweise Rückfragen zur Vorstandswahl ersparen könnte. In der Sitzung des erweiterten Vorstandes vom 6. Februar d. J. haben Diana Vey, Ralf Diemb, Voré und ich unabhängig voneinander mitgeteilt, dass wir bei der diesjährigen Mitgliederversammlung nicht wieder für den Vorstand kandidieren werden. Diese Mitteilungen wurden ohne weitere Diskussion zur Kenntnis genommen. Es wurde eine Findungskommission eingesetzt, die Kandidaten für die vakanten Ämter suchen sollte. Insofern lässt sich sagen, dass die Entscheidung, dass wir nicht wieder zur Wahl antreten, einvernehmlich gefallen ist.

Wenn ich nun zu einem Dankeswort ansetze, so möchte ich bei Ihnen, den Mitgliedern beginnen. Sie haben uns vor zwei Jahres das Vertrauen ausgesprochen, und Sie haben uns nicht nur durch Ihre Mitgliedsbeiträge, sondern auch durch Ihre Präsenz in den Ausstellungen unterstützt. Ich danke jedem einzelnen Mitglied des Vorstandes – nicht nur für die gute Atmosphäre in den Sitzungen, sondern auch dafür, dass ich jeden einzelnen jederzeit ansprechen konnte, wenn ich einen Rat oder Unterstützung brauchte. Dem Beirat danke ich dafür, dass er die Arbeit des Vorstands unterstützt hat und sich als ein Reservoir von Innovation erwiesen hat. Besonders hervorheben möchte ich die Projektgruppen, die einzelne Ausstellungen oder sonstige Vorhaben in Zusammenarbeit mit dem Vorstand oder weitgehend autonom geplant und realisiert haben. Last not least möchte ich mich bei unserer Geschäftsführerin bedanken. Frau Wieters war immer der ruhende Pol, bei dem nicht nur alle Längengrade, sondern auch die gewundenen und die suchenden Linien zusammenliefen. Nicht zuletzt ihrer Person und ihrer Arbeit ist es zu danken, dass ein überaus sympathisches Erscheinungsbild des Kunstvereins nach außen hin sichtbar wurde.