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Der große Kunstsommer 2007

Werke, Konzepte und Impressionen von der „documenta 12“ in Kassel, den „Skulptur-Projekten“ in Münster und der „52. Biennale“ in Venedig. Vorträge mit Lichtbildern. Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe 14.02., 21.02. und 28.02.2008

Der Kunstsommer 2007, der von Juni bis September mit einem überbordenden Programm aufwartete, konnte einen Kunstreisenden in Atem halten. Umso größer ist nach dem Ende der Ausstellungen das Informationsbedürfnis derjenigen, die nicht alle großen Ausstellungen oder unter Umständen gar keine sehen konnten.

Die alle 5 Jahre stattfindende documenta stand diesmal im Zeichen von drei Leitmotiven sowie dem Prinzip der Migration der Formen, und sie hatte mit ihrem umfassenden Vermittlungsprogramm einen neuen Schwerpunkt gefunden. Dass auch dem Kenner der internationalen Kunstszene nur wenige der eingeladenen Künstler bekannt waren, erwies sich eher als Vorteil. Denn so waren neue und völlig unerwartete Seherfahrungen möglich.

Die Ausstellung „Skulptur-Projekte“ mit ihrem Schwerpunkt im plastisch-räumlichen Bereich ist im zehnjährigen Rhythmus zu sehen. Durch die mediale Beschränkung bietet sie einen repräsentativen Überblick über den jeweils aktuellen Stand des skulpturalen Schaffens. Trotz der Überschaubarkeit des Programms muss der Besucher in Münster selber aktiv werden, um sich die über die ganze Stadt verteilten Werke zu erwandern.

In den Giardini und im Arsenale zeigt Venedig alle zwei Jahre Weltkunst, die nach Nationalitäten gegliedert ist. Die kurzen Rhythmen bringen es mit sich, dass man in der Fülle der Novitäten immer wieder Perlen entdecken kann, und dass sich dazwischen natürlich auch Eintagsfliegen tummeln. Doch in der besonderen Atmosphäre der Lagunenstadt verschmilzt alles zu einem Gesamtkunstwerk, dessen Erlebnischarakter sich mit Leichtigkeit von Qualität und Anspruch des Einzelwerks unabhängig behauptet.

An den drei Abenden werden wir uns an zahlreichen Bildbeispielen mit den besonderen Zugangsweisen der Ausstellungsmacher vertraut machen sowie Künstler und Werke näher kennen lernen.