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Kommentar 

Zunächst als Versuch gedacht, während des Studiums für mich selber die widerstreitenden Modelle der Kunstdidaktik zu sichten, entstand in der kritischen Analyse ein kleines Kompendium (1973).

Nun galt es, die eigene kunstdidaktische Position zu definieren. Aus der Sichtung der Literatur der Studienfächer Kunstgeschichte, Philosophie und Pädagogik ergab sich ein Ansatz für Ästhetische Erziehung, wobei die Differenzen zwischen ästhetischem Gegenstand und Kunstwerk weitgehend ungeklärt blieben. Entscheidendes Ergebnis bleibt jedoch die Entdeckung der didaktischen Relevanz dieser beiden. Die weit tragenden Konsequenzen waren damals noch nicht abzusehen, und vermutlich muss an diesem Ansatz weiter gearbeitet werden (1975).

Zielformulierungen waren in der Didaktischen Ästhetik, wie es damals üblich war, lediglich postuliert worden. Es folgt der erste Versuch, die Ziele zu deduzieren (1979).

Erster Versuch, der Kunstpädagogischen Theorie bzw. die Betrachtung der Modelle auf eine historische Dimension auszuweiten (1982).

Ich entdeckte mit Erstaunen, dass in der Ästhetischen Erziehung das Material bisher weitgehend unbeachtet geblieben ist und dass auch dieses didaktische Potenzen besitzt. Damit bahnte sich ein Wandel in meiner Haltung zur Ästhetischen Erziehung  an (1983/1985).

Ich wandte mich dem Kunstwerk zu. Zentrales Interesse erweckte seine Materialität (1986/1987), die subjektiv mit der Sinnlichkeit korrespondiert (1986/1987/1995)

Das Interesse an den Medien war nie ein primäres, obwohl in einzelnen Texten auch momentane Euphorien zwischen den Zeilen zu lesen sind. Zum einen ging es um die mediale Vermittlung von Originalqualitäten, zum anderen darum, die Grenzen der Medien aufzuzeigen (1982/1987/1988/1989/1991/1996/1998).

Die Hinwendung zur Kinderzeichnung begann spät, nachdem dieser Bereich nicht nur der Verwissenschaftlichung (Formaler Kunstunterricht), sondern auch der Ideologiekritik (Visuelle Kommunikation und Ästhetischen Erziehung ) zum Opfer gefallen war. Erst die Beobachtungserfahrungen an den eigenen drei Kindern öffneten den Blick für die hier zutage liegenden künstlerischen Probleme und pädagogischen Chancen (1992/2003). Parallel dazu wurden einschlägige Schriften über die Kunst von Kindern und von Behinderten rezensiert (1989/1993/1998/2003).

Das Problem der Modelle wurde wieder aufgegriffen, der Begriff relativiert und modifiziert (1995/1996).

Die originale Kunstbetrachtung spielte über viele Jahre eine tragende Rolle: zunächst in der Form von Eröffnungsreden zu Ausstellungen aktueller Künstler und in Einführungstexten zu Ausstellungskatalogen (passim). Zentrales Thema war sie als Ergänzung von kunstwissenschaftlichen Exkursionen durch regelmäßige Lehrveranstaltungen in der Staatlichen Kunsthalle und anderen Kunstmuseen in Karlsruhe. Regelmäßige Kontakte mit Museumspädagogen generierten eine modifizierten die Thematik: Kunstunterricht im Museum (1986/1997/1999).

Daneben wurde die Arbeit an der historischen Dimension der Modelle weiter getrieben (1998/1999).

Die bisher getrennten Themenfelder „Kunstdidaktische Modelle“, „Fachgeschichte“ und „Originale Werkbetrachtung“ mündeten in eine Buchpublikation (2002).