Aktuell

Picasso und die Vollendung der Moderne
Vortragsreihe mit Gesprächen
Wie kein anderer Künstler hat Pablo Picasso die europäische Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dominiert und geprägt. Alle Stile adaptierte er, und er bewegte sich in allen Strömungen wie ein Fisch im Wasser, ohne jemals seinen Charakter, sein Temperament und seine persönliche Handschrift zu verleugnen. Der hochbegabte junge Pablo übte sein Auge und schulte seine Hand im Sinne der Realisten und der Impressionisten, bis er selber in einer krisenhaften Phase die Härte der Realität zu spüren bekam und eine Empathie für seine Mitmenschen entwickelte, für die er seinen eigenen expressiven Stil fand. Nicht zuletzt aus einer Protesthaltung heraus entwickelte er gemeinsam mit Georges Braque den Kubismus zu einer neuen Sehweise und Bildsprache. In allen nachfolgenden Phasen blieb das kubistische Element eine Art Generalbass, wenn Picasso dadaistische Plastiken schuf, wenn er surrealistisch zeichnete und malte. Selbst in der klassischen Phase spüren wir seine zupackende Art, die Körper zu formen. Das kubistische Moment eignete sich in gleicher Weise für die politisch motivierten Werke, ebenso wie es sich im reifen Spätwerk zu einer spielerischen Leichtigkeit hin entwickelte.
Pablo Picasso war eine äußerst komplexe und widersprüchliche Persönlichkeit. Dazu gehört auch, dass es für ihn neben der Kunst nur noch ein weiteres Thema gab, das für ihn bedeutsam war – die Frauen. Jede künstlerische Phase wurde durch die Beziehung zu einer Frau geprägt – manchmal waren es auch zwei. Er verlangte von seiner Geliebten unbedingte Hingabe, vermittelte ihr auch das Gefühl, dass sie im Mittelpunkt seines Lebens stünde, obwohl er sie nicht selten rücksichtslos behandelte.

Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe (AWWK)
Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Bismarckstr. 10; Raum III/312
Donnerstag, 15.02., 22.02. und 01.03.2018 jeweils 16.15-17.45 Uhr

Thomas Putze: Flugblätter
Friedrichsbau Bühl, Friedrichstraße 2, 77815 Bühl
Freitag, 31. März 2017, 19 Uhr:
Donnerstag, 02.03., 09.03. und 16.03.2017 jeweils 17.00-18.30 Uhr

In einer raumgreifenden Installation durchziehen Skizzen und großformatige Zeichnungen den Friedrichsbau. Dazwischen heben zerzauste Krähen in den Luftraum ab und zuletzt auch der Künstler bei der Eröffnungsperformance.

Claude Monet und die Erfindung der Moderne
Vortragsreihe mit Gesprächen
Die Malerei von Claude Monat wird von Kunstfreunden und von Laien gleichermaßen geschätzt und geliebt. Dies liegt an der überragenden malerischen Qualität seiner Werke und auch daran, dass die Bilder dem Auge des modernen Betrachters schmeicheln, dass sie gefallen, ohne dass man sie formal und inhaltlich analysieren müsste. Auf der anderen Seite wird Monets Kunst weitgehend unterschätzt – zum Beispiel auch insofern, als Kenner sie bisweilen als belanglos und gefällig abtun. Aber es lohnt sich durchaus, einmal genauer hinzuschauen und nach stilgeschichtlichen und weiteren theoretischen Zusammenhängen zu fragen. Dann wird es sich zeigen, dass Monet nicht nur der Vollender der Malerei der Neuzeit und des Naturalismus im 19. Jahrhundert war, sondern dass er in mehrfacher Hinsicht der nachfolgenden Generation von Malern und Medienkünstlern den Weg gewiesen hat.
Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe (AWWK)
Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Bismarckstr. 10; Raum III/312
Donnerstag, 02.03., 09.03. und 16.03.2017 jeweils 17.00-18.30 Uhr


 

Publikationen

Nachtgesichte – Night visions
In: Patricia Thoma: "Schlaflos - Sleepless"
Berlin 2017

Lichtwechsel. Turning Point of Light
In: Patricia Thoma: "Blutdiamanten"
Berlin 2016
 

Pictures to Go
In: Patricia Thoma: "Manila Maps"
Manila 2012

Drei Jahrzehnte Figuration
Ein Rückblick auf das malerische Werk von Ulrich Klieber
In: Ulrich Klieber - Malerei: Werkschau
München (Hirmer Verlag) 2013

Max Laeuger - ein Künstler zwischen den Epochen,
ein Pädagoge im Widerspruch
In: MAX LAEUGER. GESAMT KUNST WERK.
Badisches Landesmuseum Karlsruhe. Karlsruhe 2014,
S. 282-292